Losung

Dienstag, 17. Oktober 2017
Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden.
Klopfet an, so wird euch aufgetan.

Archiv

Einführungsgottesdienst Hanna Berger

Gemeinsam eine neue Jugendarbeit wagen!
Impressionen vom Einführungsgottesdienst von Hanna Berger, Diakonin für Jugendarbeit

von Harald Klaus, Stephanus-Gemeinde

„Lasst uns gemeinsam den Mut aufbringen, zu einer neuen Jugendarbeit aufzubrechen.“ „Unser Ziel ist es eine Jugendarbeit zu schaffen, die bei euch Jugendlichen große Spuren hinterlässt. Spuren, die ihr in eure Gemeinden hinein tragt und sichtbar macht. Spuren von einer Jugend, die sichtbar wird und wächst. Spuren die räumliche Grenzen zwischen den Gemeinden aufhebt, um gemeinsame Wege zu gehen.“

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60 Jahre Schönow

Es war Musik in den Ohren vieler ZuhörerInnen, was Martin Michael Passauer, der pensionierte Generalsuperintendent, in seiner Predigt über die Gemeindegeschichte zu sagen wusste - als Leiter der Visitationsgruppe, die im Herbst 2007 unseren Kirchenkreis besucht hatte, war er tatsächlich informiert und begnügte sich nicht mit höflichen Floskeln.

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Die neue Orgel

Unsere Gemeinde hat eine neue Orgel.

Das jetzt erworbene Instrument ist zwar nicht völlig neu, aber es ist neuwertig und von besonderer Schönheit. Bis vor kurzem stand diese Orgel in der Ev. Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in der Lindenstraße in Kreuzberg, nicht weit vom Jüdischen Museum entfernt. Die Kirche, die zur Französischen Friedrichstadt-Kirchengemeinde gehört, wurde vor einigen Jahren geschlossen, und die Orgel wurde mit Rücksicht auf eine andersartige Nutzung des Kirchenraumes abgebaut.

Unsere neue Orgel ist ein Werk der Firma Klop Orgelbouw, das 1994 gebaut und von dem in unserer Gemeinde schon bekannten Organisten und Sachverständigen Klaus Eichhorn eingeweiht wurde. Die Firma Klop baut in zweiter Generation Orgeln und zwar in den Niederlanden in Garderen unweit Apeldoorn. Gerrit Klop hat die Firma als Spezialist für Cembali und barocke Orgeln1961 gegründet. Zu dieser Zeit begann man, der historischen Aufführungspraxis besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Sein Sohn Henk Klop übernahm das Unternehmen 1995 und setzt die Tradition mit etwa 10 Mitarbeitern im ursprünglichen Sinne fort.

Gesang und Orgelspiel sind wichtige Elemente des Gottesdienstes. Die Qualität einer Orgel trägt viel zur lebendigen Gestaltung eines Gottesdienstes bei. Die Werkstatt Klop baut bereits seit den sechziger Jahren Kirchenorgeln in verschiedenen Größen mit bis zu 30 Registern. Die für Kreuzberg gebaute Orgel mit und 25 Registern war 1994 das bis dahin größte Werk des Unternehmens.

Eine Besonderheit der von Klop gebauten Orgeln sind die dabei ausschließlich verwendeten Holzpfeifen. Gerade das verleiht den Orgeln aus Garderen eine außergewöhnlich Klangfarbe: breit, voll, aber auch milde und vor allem ausdrucksvoll. Deshalb sind wir besonders stolz darauf, dass unsere Gemeinde bei der Bewerbung um den Ankauf dieser schönen Orgel den Zuschlag bekommen hat.

Die wichtigsten Materialien der Pfeifen sind im allgemeinen Orgelmetall und Holz. Orgelmetall ist eine Legierung aus Zinn und Blei. Je mehr Zinn eine Pfeife enthält, desto heller und schärfer klingt sie. Enthält eine Pfeife viel Blei, wird ihr Klang weich und rund. In einer Orgel will man in der Regel beide Klangtypen vertreten haben. Hört man aber genauer hin, werden die warmen Klangfarben öfter verwendet und auch als angenehmer empfunden, wohingegen die kräftigen und auch oft lauten Klänge als aggressiv und penetrant wahrgenommen werden. Holzpfeifen haben, anders als Metallpfeifen, durchweg einen weichen und oft zarten Klang. Eine Bestimmtheit und Festigkeit der Tongebung wird durch Verwenden von Hartholz und durch Härten der Innenseite der Holzpfeifen erreicht.

Wenn in einer Orgel nur Holzpfeifen verwendet werden, möchte man meinen, der Klang sei langweilig, dumpf und vor allem gleichförmig. Das Material einer Pfeife bestimmt aber keineswegs allein die Klangfarbe. Pfeifen können dick und kurz sein. Dann klingen sie weich und füllig. Man spricht dann von „weiten Flöten“. Oder Pfeifen sind lang und schmal. Solche Pfeifen, die wie Spargelstangen aussehen, sind sehr obertonreich und klingen wie Gamben und heißen deshalb „Streicher“. Oder aber die Abmessungen liegen in der Mitte; solche Pfeifen baut man, wenn ein kräftiger Grundton erwünscht ist. Solche Pfeifen heißen „Prinzipale“, weil sie das Rückgrat des Orgelklanges bilden.

Die Bauformen sind in der Praxis weit vielfältiger. Versieht man eine weite Pfeife mit einem Deckel, so klingt sie eine Oktave tiefer und hat einen dumpfen Ton. Baut man eine enge Pfeife mit einem Deckel, klingt die Quinte besonders scharf. Die Wände einer Pfeife müssen nicht parallel zueinander gebaut werden, sondern die Pfeifenform kann konisch sein und oben spitz zulaufen. Dann spricht man von einem Gemshorn oder einer Spitzflöte. Diese Stimmen haben einen hellen und kammermusikalisch intimen Klang. Gibt man der Pfeife die doppelte Länge und zwingt sie zu Überblasen, bekommt sie einen lieblichen und hellen Klang und gleicht einer Querflöte.

So gibt es viele Bauformen bis hin zu trichterförmigen Pfeifen, solchen mit einem dreieckigen Grundriss, gedrechselten Flöten oder schnarrenden Zungenstimmen. Einen wichtigen Einfluss hat aber auch die verwendete Holzart. In der Vergangenheit waren besonders Fichte und Kiefer beliebt, weil sie preiswert zu erstehen waren. Diese Pfeifen waren aber anfällig für Holzwurmbefall, so dass die Orgelbauer bereits nach wenigen Jahrzehnten diese Register austauschen musste. Es gab aber auch Orgelbaufirmen, die Holzpfeifen ausschließlich aus dauerhaftem Eichenholz bauten und bauen. Die Firma Euler in Gottsbüren war im 19. Jahrhundert dafür bekannt. Überblasende Flöten werden gerne aus Ahorn und Kirschbaumholz gebaut. Henk Klop verwendet bevorzugt Zedernholz für die meisten Register, aber in den hohen Lagen auch Birnbaum- und Nussbaumholz.

Besonders wichtig ist astfreies Holz, weil die Pfeifenwände an den Aststellen undicht werden. Auch dürfen keine porösen Holzsorten verwendet werden. Wände mit noch so kleinen Löchern führen zu großen Problemen bei der Intonation: Pfeifen lassen sich nicht zum Klingen bringen.

All diese Faktoren haben einen Einfluss auf die Klangfarbe und bestimmen die Vielseitigkeit des oft gerühmten und beliebten Orgelklanges. Im Orgelbau zeigt sich ein immer noch gültiges Prinzip: Schauen wir uns an, wie die Alten es gemacht haben. Dieser Leitidee folgen alle guten Orgelbauer, die die historische Bauweise höher schätzen als moderne (und oft modische) Technologien, auch wenn sie im Sinne unserer Zeit bauen.

Wenn die Klop-Orgel in unserer Kirche erklingt, dann erleben wir die Schönheit ihres Klanges immer wieder neu - in Gottesdiensten und Konzerten.

Uwe Pape

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