Losung

Mittwoch, 13. Dezember 2017
Ich gab ihnen meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen.
Bewahre das kostbare, dir anvertraute Gut in der Kraft des heiligen Geistes, der in uns wohnt.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Holzhauses

Ökologisch und Ökonomisch - ein Zeichen für unsere Nachbarn
Die Gemeinde als Stromproduzent

Seit Februar 2002 gibt es in unserer Gemeinde eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Holzhauses.
Nicht so sehr der ökonomische Wert der Anlage, obwohl auch sicher kein Verlustgeschäft, hat die Gemeinde veranlasst, das Dach des Holzhauses auf diese Weise zu nutzen.
Auch war das Projekt nicht unumstritten, hätte es doch bessere Standorte in der Gemeinde gegeben. Durchgesetzt haben sich schließlich die, die ein Zeichen setzen wollten. Angeregt vom KAUTZ (Kirchlicher Arbeitskreis Umwelt in Teltow-Zehlendorf), haben die Befürworter argumentiert, dass die Gemeinde als öffentliche Institution und Kirche ihren Teil an der Bewahrung der Schöpfung nach außen tragen soll. Und was gibt es Überzeugenderes, als selbst den ersten Schritt zu tun. 
Erleichtert wurde ihr die Entscheidung durch die hohen Zuschüsse, die es für solche Anlagen von der Bundesregierung gibt.

Von der Idee zur Tat ...
... war es ein langer Weg

Wie wurde die Gemeinde zum E-Werk?

Ein Gemeindemitglied las Anfang 2001 im Wirtschaftsteil einer Zeitung über die Freiburger Solarstrom AG. Diese konnte beim Kauf einer von ihr hergestellten Photovoltaik-Anlage eine sehr günstige Finanzierung anbieten. Kontakte wurden schnell geknüpft, und da die Voraussetzungen wie Südseite und passende Dachneigung gegeben waren, konnte eine Anlage nach einiger Zeit errichtet werden. Ihm war von vornherein klar, dass sich die finanzielle Nutznießung dieser Investition nicht von heute auf morgen einstellen würde. Er wollte mit der Anlage hauptsächlich einen kleinen persönlichen Beitrag zur Klimaverbesserung leisten.

Nach Erstellung der Anlage stellte er einen Kontakt zwischen der Gemeinde und dem Vertriebsingenieur her mit dem Ziel, die Gemeinde zur Errichtung einer gleichen Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses zu bewegen.

Nach langen Diskussionen im Bauausschuss der Gemeinde und im Gemeindekirchenrat wurde diese Idee jedoch aus bautechnischen Gründen zunächst wieder verworfen. Um diese sinnvolle Initiative aber nicht vollständig zu Grabe zu tragen, wurde über einen Alternativvorschlag nachgedacht. So hat der Gemeindekirchenrat schließlich beschlossen, auf dem Jugendhaus (Holzhaus) eine Photovoltaik-Anlage errichten zu lassen, die nun seit Februar 2002 installiert ist. Da dieses Jugendhaus von verschiedenen Gruppen genutzt wird, erhofft sich die Gemeinde von der Installation an diesem Ort einen besonderen Öffentlichkeitseffekt insbesondere im Hinblick auf die junge Generation.

Der Entschluss wurde erleichtert, weil die Deutsche Bundesstiftung Umwelt einen erheblichen Förderbeitrag in Aussicht gestellt und auch der Kirchliche Arbeitskreis Umwelt Teltow-Zehlendorf einen Finanzierungszuschuss bewilligt hatte.

Nun produziert die Gemeinde umweltfreundlichen Strom und trägt damit zu dem von den Kirchen vorgegebenen Ziel "Bewahrung der Schöpfung" vorbildhaft bei.

Technische Daten

Anlagenart: Netzbetriebene Photovoltaik-Anlage mit monokristallinen Zellen

Fläche der Anlage: ca. 20 m²

Leistung: 2,07 KW

Gesamtkosten der Anlage: ca. 21.972 Euro

Zuschüsse: ca. 13.802 Euro

Förderungsart: 100.000 Dächerprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, sowie einem Zuschuss des Kirchlichen Arbeitskreis Umwelt Teltow-Zehlendorf

Amortisationszeit: ca. 15 Jahre

 

Die Anlage ist gekoppelt mit dem Netz der BEWAG, das heißt aller gewonnene Strom wird an den Stromversorger verkauft und mit zur Zeit 45,7 Cent pro KWh bezahlt. 
Zum Vergleich: im Einkauf liegt der Preis bei durchschnittlich 16 Cent pro verbrauchter KWh.

Der relativ geringe Wirkungsgrad unserer Anlage, er liegt bei 7 % bis 10%, resultiert aus der nicht optimalen Aufstellung der Anlage.
Der optimale Wirkungsgrad  (15%-18%) geht von einer der Sonneneinstrahlung nachgeführten Anlage aus.

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